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Monat: Februar 2016

Wirklich eine irrsinnige Entscheidung was als Vorreiter deklariert wird…

In meinem Beitrag über den Besuch von Malu Dreyer vom 25. August in Kirchheimbolanden, habe ich erfreulich berichten können, dass die Ministerpräsidentin sich über Freifunk informieren konnte und Ihre Fahrer auch augenscheinlich das „Angebot“ erfreulich nutzten.
Ein wirklicher Vorreiter war zu dieser Zeit Kirchheimbolanden, welche innerhalb kürzester Zeit eine beachtliche Anzahl an Knoten (Freifunk Router) installiert und online hatte, selbst Kaiserslautern oder Mainz hatten nicht so viele Knoten. Seit dieser Zeit haben sich in den umliegenden Ortschaften immer mehr begeisterte Leute gefunden, die Freifunk in den Ortschaften ausgebaut haben. Vorzeige-Projekte sind hier zum Beispiel Weitersweiler, Zellertal, wo die Ortskerne mit Freifunk ohne Beschränkungen, Zeitkontigenten, Filter, Anmeldungen bereits sehr gut versorgt sind, oder auch Rockenhausen und Otterberg, bei denen auch teile der Städte sehr gut „ausgeleuchtet“ sind und dies mit sehr sehr geringen Kosten! Bedenkt man, dass ein Freifunk-Knoten bereits ab weniger als zwanzig Euro zu bekommen ist (Einmalpreis) und Außeneinheiten, sogenannte CPEs bei circa 45 Euro liegen, bekommt man bei nur einem kleinen Bruchteil der Kosten, die gerade in den Gesprächen von Worms (Beitrag), Alzey (Bericht) und anderen Gemeinden sind, eine erstklassige „Ausleuchtung“, ohne Fesseln oder Beschränkungen! Aber neben den günstigeren Einmalkosten, sind es die hohen Kosten für ein (kleines, kommerzielles)Netz für den Betrieb. Hier zahlt nicht nur der Bürger mit seinen Abgaben (Laufende Kosten und Einmalzahlungen zum Bau des Netzes), sondern wird bei der Beanspruchung über die Zeit, nochmals zur Kasse gebeten… 
Frei ist wirklich anders!
Wenn man dann auch noch manchen Kommentar der sogenannten „Spezialisten“ hört, schüttelt man noch mehr den Kopf, diese scheinen bewusst oder unbewusst noch immer nicht verstanden zu haben, was die Störerhaftung wirklich bedeutet und das Freifunk hier, zumindest in unserer Region, quasi der Störerhaftung befreit, dazu sind technische sowie juristische Dinge die greifen, aber dies scheinen so manche Leute nicht zu „be“greifen!
Vorreiter in Sachen freier WLAN Versorgung sind diese Gemeinden definitiv nicht, selbst bei sinnloser Geldverschwendung bleiben sie auch keine Vorreiter. Sie bleiben eigentlich nur zu bedauern und es bleibt zu hoffen, dass sich die Bürger bei den echten Vorreitern beteiligen und was eigenes, ordentliches, kostengünstiges auf die Beine stellen. Freifunk hat in unserer Region (Westpfalz, Mainz, Wiesbaden, Bingen…) schon mehrfach gezeigt, wie wirkungsvoll die Ehrenamtlichen Freifunk für Menschen bereitstellen konnten, sei es bei Unterkünften von Geflüchteten, diversen Veranstaltungen oder bei Vorbereitungen zum Rosenmontagsumzug (welcher ja dann leider ausgefallen ist) in Mainz, bei dem innerhalb kürzester Zeit ein Netz geplant, ausgeführt und einsatzbereit war. 
Bleibt zu hoffen, dass man endlich mal in die richtige Richtung aktiv wird und den vielen Ehrenamtlichen Spezialisten einen dezentralen und ordentlichen Ausbau überlässt bzw. die „Initiativen der Bürger“ unterstützt, anstatt kommerzielle, unfreie Netze und dazu noch extrem teure Netze zu realisieren bzw. realisieren zu wollen.

Freifunk wird von vielen ehrenamtlichen Spezialisten in der Technologie betrieben, von Bürgern aufgestellt und genutzt und von selbsternannten Spezialisten nicht verstanden…

Erneuter Freifunk Rekord in Kibo

Freifunk, ein Netz von Bürger für Bürger, ohne Hindernisse und Filter, zu jeder Zeit für und mit jedem Menschen. Freifunk begeistert mich ja nun schon seit Längerem, auch wenn es in Kibo derzeit etwas stagniert und leider ein paar Uplinks von manchen Knotenbetreibern bewusst oder unbewusst (?) vom Netz genommen wurden, bin ich jedoch immer wieder von diesem recht engmaschigem Netz beeindruckt und schaue mir gerne die wachsende Karte auf map.freifunk-westpfalz.de an. Neben einigen Reichweiten die geschafft werden, erstaunen mich die Clientanzahlen so mancher Knoten. Einen Rekord an gleichzeitigen Clients hat eine CPE, welche in Richtung Schulzentrum zeigt, mit 65 Clients geschafft. 
Durch weitere Knoten könnte man noch mehr Menschen erreichen und überall einen Zugang zum Netz ermöglichen, Gästen, Freunden und Fremden das „digitale Wasserglas“ reichen, ein Stück abgeben und keine Angst vor Störerhaftung, klingt gut? Ist es auch! Auch die Kosten, nämlich beginnend ab circa zwanzig Euro (einmalig), erweitern das Netz und tragen selbst zur Stabilität des eigenen Anschlusses, etwa bei einem Ausfall am eigenen DSL-Anschluss, bei. 
Ein Traum von mir, welcher sich hoffentlich bald erfüllen wird, sind Verbindungen über Ortschaften hinweg herstellen zu können und sich Orte miteinander vernetzen. 
Ein weiterer,  sich hoffentlich bald erfüllender Traum; mehr Uplinks. Dabei wäre es schon super, wenn die verschwunden Uplinks wieder in das Netz einspeisen würden, ganz speziell merkt man es im „Dreieick“ Hitzfeldstraße, wo es derzeit nur aus Richtung der Glockenstraße einen Uplink gibt, der diesen Bereich „versorgt“ und bei dem teilweise, über mehrere Knoten verteilt, gut 60 Clients angemeldet sind und sich einen Zugang teilen. Der Ausschnitt zeigt die Clients um kurz nach 6:00 Uhr Morgens. 
Was könnt Ihr tun? Beteiligt Euch an Freifunk und informiert euch bei der lokalen Community und stellt aktive Knoten auf. Du wohnst in Bolanden? Das wäre super, denn in diese Richtung sind zwei Außeneinheiten von mir gerichtet und warten nur auf den ersten Knoten in Bolanden um sich mit diesem zu verbinden 🙂
Weitere Infos zur Region Westpfalz findet ihr unter: www.freifunk-westpfalz.de  Also Schluss mit dem verschwenden von Gemeindegeldern beim Aufbau der kommerziellen Netze mit Filtern und Zugangsbeschränkungen!

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