Aktuelles Rundschreiben des Landes (RLP) zur – Öffnung der Kitas in Rheinland-Pfalz

Im Aktuellen Rundschreiben des Landes wird sowohl auf die Pläne vom 15. Juni 2020 eingegangen, sowie auf die geplante Öffnung zum 1. August 2020 in den „Regelbetrieb“ der Kitas in Rheinland-Pfalz.

Großzügig wurde in der Konferenz am 15. Juni 2020 auf die Ausweitung bis zu 25 Kindern pro Gruppe gesprochen. Einschränkungen dazu gab es, wenngleich man es erst genauer nachlesen musste, auch zu dem Termin.

Im aktuellen Schreiben zum geplanten Regelbetrieb am 1. August 2020 gelten auch wie bisher Einschränkungen.
Konkret: Kann die Einrichtung aufgrund fehlenden Personals, Räumlichkeiten usw. den Bedarf nicht decken, so kann die Größe der Gruppen nicht übernommen werden.


Kommentar:

Gerade bei uns im Donnersbergkreis, einem Kreis bei dem man auf tolle Wälder, Felder und Land stolz sein kann, birgt dies aber auch große Herausforderungen.
Erzieher/innen wachsen nicht an Bäumen.
Eine Ausbildung dauert gut 5 Jahre (abgesehen von neuen Möglichkeiten die sich dieses Jahr ergeben haben).
Also wäre qualifiziertes Personal gerade dieses Jahr erst fertig geworden, hätte die Ausbildung beim damaligen Streik vor 5 Jahren begonnen…
Ein Beruf, der in der Ausbildung, die bis zur Einstellung bei einem Träger keinen Cent bekommen – Wer von den „ganz lauten Eltern“ wäre dazu denn bereit eine solche Ausbildung für unsere Zukunft, für unsere Kinder auf sich zu nehmen?
Die aktuelle Zeit stellt uns alle vor schwierige Herausforderungen, deckt einige Engpässe auf und gibt uns die Chance es für die Zukunft besser zu machen.
Motzen, Druck aufbauen bringt hier nach meiner Meinung keine Lösung.

Wir haben das Glück, dass wir in Rheinland-Pfalz keine Kita-Gebühren zahlen müssen.
Ich habe, in den Vergangenen Monaten immer wieder die Forderungen nach Geld für die eigenen Kinder gelesen und musste mir an den Kopf greifen und finde es traurig.
Ist die Entscheidung bei manchen Eltern nicht bewusst getroffen worden?
„Wo soll ich denn meine Kinder unterbringen?“ Teilweise war das wie eine Last zu lesen.
Sowas macht mich traurig. Natürlich ist es eine Herausforderung.
Natürlich freue ich mich auch, wenn an manchen Tagen unsere drei Kinder schlafen.
Ja, manchmal bringen mich unsere drei Kinder auch an den Rand meiner Nerven – wie muss es dann erst mit einer Gruppe von 15 Kinder und mehr sein, bei meist nur zwei Erzieher/innen?

Freie Beiträge wie wir sie bei unserem Förderverein für die Kita haben, werden nur selten von Eltern getragen.
„Warum soll ich mein Geld für die Kita spenden“ um nur mal einen Satz zu erwähnen, den ich mal persönlich gesagt bekommen habe, als ich auf unseren Förderverein aufmerksam gemacht habe. Bei einem Mitgliedsbeitrag von einem Euro pro Monat, also 12 Euro pro Jahr – da ist Netflix im Monat, oder ein Essen beim Schachtelwirt teurer…

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