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Kategorie: Technik

Produktvorstellung Razertip SK

 
Bereits seit einigen Jahren begeistere ich mich für die Brandmalerei, oder auch Pyrographie genannt.
So habe ich schon öfters mit meinem Dremel Versatip und meiner Lötstation, so gut es ging, Stationen für Geocaching, Logos oder auch kleine Verzierungen damit gebrannt. Meine letzte „Brandmalerei“ war das Logbuch für das Flammkuchenevent in Rüssingen [LINK], dies kostete jede Menge Zeit und Geduld, da die Spitze vom Dremel etwas dauerte bis sie heiß geworden und einsatzbereit war. Die Spitze kühlte jedoch auch wieder recht schnell ab und man konnte nicht so sauber und ordentlich arbeiten wie ich es mir eigentlich gewünscht habe.
Die Lötstation brachte auch nicht so recht die Temperatur und schaltete sich auch nach kurzer Zeit ab. Bereits schon länger wollte ich eine „ordentliche“ Brandmalstation um meine Ideen „aufs Brett“ zu bringen, aber mich  überzeugten die Geräte und auch die Preise nicht so recht. Ich stoß immer wieder auf den „Brennpeter“, aber der hohe Preis schreckte mich immer wieder ab und so wandte ich mich an den vermeidlichen Hersteller ( Hobbyring ? ) und wollte mehr Informationen, hier stoß ich jedoch auf eine derart pampige Antwort, die ich selten erlebt habe.
Dies war der ausschlaggebende Punkt um mich für eine alternative zum Brennpeter umzusehen. Ich hatte sogar die Idee, mir aus einem leistungsstarken Netzteil einen eigenen Brandmalstift zu bauen, stoß dann jedoch auf den Razertip, der eigentlich in Kanada hergestellt wird. Die Brandmalstation bietet jede Menge an super ausbalancierten „Stiften“ in heavy Duty Qualtität und jede Menge „Spitzen“ um jede noch so abstrakte Kontur zu bewerkstelligen, nein… ich male keine Portraits oder andere Bilder, aber es erleichtert mir doch viele Verzierungen und ich probiere gerne neue Möglichkeiten aus um meine Ideen umzusetzen, was mir mit diesem Gerät recht gut gelingt 🙂
Jetzt wusste ich, welches Gerät es sein sollte, aber wie beziehe ich es? Auf der Herstellerseite fand ich verschiedene Links in Europa, jedoch habe ich noch nie in der „nahen Nachbarschaft“ in einem Webshop bestellt (ok, UK und Österreich schon, aber es belief sich meist auf kleine Dinge in einem doch kleineren Preissegment). Ich stoß auf BAPTIST www.baptist.nl , der genau die Station und das Zubehör anbot, welches ich wollte. Da es sich um eine „tatsächliche Wahre“ handelte und ich PayPal als Zahlung nutzte, war der Kauf ja „abgedeckt“ und meine Entscheidung diese Bezugsquelle zu nutzen stand fest. Innerhalb eines Tages hatte ich auch schon meine neue Brennstation in der Hand und war und bin noch immer begeistert. Der Service von www.baptist.nl und ein solches Profigerät macht einfach Spaß! 
Vielen Dank an dieser Stelle an Razertip und Baptist für mein neues „Profitool“ und den erstklassigen Service, Service den ich leider vom weiter oben genannten nicht bekommen habe und mich daher gegen ein deutsches Produkt entschieden habe, was ich eigentlich nicht mache, jedoch in diesem Fall war es die absolut richtige Entscheidung.
 

Trojaner im Eigenbau

Liebes Gesicht vom Holzpferd
Wer jetzt an einen Trojaner im IT Bereich denkt, der liegt falsch 😉 Nein, ich hatte auch nicht vor in Troja einzudringen, sondern meiner großen Tochter einen Traum zu erfüllen.
Aber von Vorne, da ich meine BZ-Werte in den Griff bekommen musste, war ich auch sozusagen „außer Gefecht“ und da ein Mann immer ein Projekt braucht, war ganz schnell klar, dass ich ihr den Traum baue.

So besorgten wir einiges an Holz, Schrauben und Farbe und es konnte mit dem Vorhaben beginnen.
Klar gehörte ordentliches Werkzeug genauso dazu, wie auch die Idee ein solches „Pferdchen“ zu bauen. Meine „blauen Bosch“, also die Power Tools von Bosch haben sich in vorherigen „Projekten“ schon prima bewährt und verließen mich auch diesmal nicht. 
Etwas zum grübeln brachte mich der richtige Winkel der „Beine“ um das Grundgestell auch einen ordentlichen Stand zu verschaffen und das Pferdchen auch belasten zu können.

Grundkonstruktion Holzpferd

Etwas experimentiert hatte ich mich dann für einen Winkel von 30° entschieden und so ging es dann auch direkt an den Körper weiter. 
Hier sollten 4 runde, in der Mitte um den Balken ausgeschnittene Kreise, für die notwendige Stabilität bei den Brettern bzw. dem Bauch sorgen und das Gewicht auf die vier Kreise gleichmäßig verteilen.
Körper aus LattenDer Rücken und den Bauch baute ich aus Latten, lies die Beine aber frei um den Platz später als Ablage für Bürste, Hufkratzer und Co. zu verwenden. Für die Verschraubung habe ich, wie für das komplette Pferd, Edelstahlschrauben genommen, diese sind zwar etwas teurer, aber halten auch länger.



Holzpferd, der Kopf entsteht
Der Kopf wurde zuerst auf Pappe von Melly gezeichnet und danach von mir auf das Holz dreimal übertragen. Danach habe ich den Kopf aus dem Holz geschnitten und gegeneinander geschraubt, hier habe ich darauf geachtet, dass das Holz (Leimholz) jeweils der Maserung gegenüberliegt. Der Gedanke dahinter: die Festigkeit vom Holz auch bei Feuchtigkeit, also damit es nicht reißt und sich wölbt. Bei den Schrauben habe ich natürlich auch nicht gegeizt, sondern lieber eine Schraube mehr als nötig verwendet.

Grundkonstrukion vom Holzpferd

Da sich der Kopf bewegen sollte, verwendete ich ein Scharnier und arbeite gleich das Band mit in den Kopf ein. Um das Band einzuarbeiten, verwendete ich Stechbeitel und arbeitete auf beiden Seiten, im inneren des Kopfes, das Band heraus, somit spannt nichts und das Band sitzt bombenfest. Den Zapfen befestigte ich mit 6 Schrauben á 8x 100 an der Mitte, direkt am Balken. Durch das Gewicht, welches der Kopf besitzt, entsteht eine Art natürliche Bewegung beim „Führen“, dies war zwar nicht geplant, hatte sich aber so ergeben und ist super 🙂
Augen entstehenAnschließend kam der Bandschleifer in den Einsatz, bei dem die drei Ausschnitte zu einem Kopf wurden und die Kanten abgerundet, die Nüstern eingeschliffen und das Maul abgerundet wurde.
Schnautze HolzpferdDie Augen sollten ebenfalls etwas besonderes werden und zum Pferdchen passen und nicht einfach aufgemalt sein. So habe ich eine Holzkugel in der Mitte geteilt, auf der Schnittseite geschliffen und mit schwarzer Acrylfarbe angemalt und nach der Trocknungszeit mit glänzendem Klarlack behandelt und danach mit wasserfestem Leim an der passenden Stelle aufgeleimt. Danach kamen die Ohren, sie sollten sich, wie bei einem richtigen Pferd, natürlich auch bewegen können. 
Hier verwendete ich das gleiche Holz, einem „Abfallstück“ von den Kopfausschnitten und schliff die Ohren. Danach schraubte ich die Ohren fest und machte mich an ein weiteres Stück um dem Pferdchen noch etwas mehr „Leben“ einzuhauchen, die Wimpern und die Tasthaare. 
Holzpferd AugeFür die Tasthaare musste ein Handbesen herhalten. Die Löcher habe ich mit einem 1,5mm Bohrer gebohrt und die Borsten mit dem wasserfesten Leim in den Löchern befestigt. 
Auf der Suche nach einem passenden Schweif und auch für die Mähne wollte ich ein Tau verwenden, aber wir fanden leider kein geeignetes Tau bzw. es genügte Keines im weitem Umkreis, welches meinen Vorstellungen entsprach. Es sollte genau ein solches Tau sein, welches vor zig Jahren bei uns im Treppenhaus das Geländer war… Meine Eltern darauf angesprochen, fand mein Vater dann auch direkt das Tau und somit konnten die Löcher für die Locken gebohrt werden, danach das Loch mit wasserfestem Leim gefüllt und das aufgedrehte Tau als Mähne verwendet. 
Hufe entstehenDen Schweif habe ich mit einem Forstnerbohrer an dem Balken am Hintern, welchen ich etwas länger gelassen und geschliffen habe, realisiert. Hierbei habe ich, wie auch bei der Mähne, ein Loch mit dem Forstnerbohrer gebohrt und mit wasserfestem Leim gefüllt und das ganze Tau verwendet, welches ich dann komplett aufgedreht habe.
Nun konnte ich mich den Hufen widmen, diese sollten hochklappbar und zum auskratzen sein. 
Holzpferd selbstgebaut - der TransportDie Hufen habe ich aus der gleichen Stärke wie den Beinen gemacht und mit einem Fräser die Anatomie versucht nachzuahmen und habe mit einer anderen Lasur die Hufe angemalt. Die Beweglichkeit habe ich mit jeweils einer M 10×180 Schraube und zwei Unterlagsscheiben zwischen den Hölzern und einer Unterlagsscheibe am Schraubenkopf exzellent lösen können, denn der Huf bewegt sich mit etwas Widerstand und hält danach von alleine.
Da ich die Hufe auf der Vorderseite und unten rundgeschliffen habe, liegt der Huf natürlich wie bei einem echten Pferd, gut in der Hand, OK… ich habe noch nie die Hufe bei einem echten Pferd ausgekratzt ;D
Holzpferd selbstgebautDer Transport vom Pferdchen war etwas schwieriger, denn das Pferdchen musste einmal auf den Hänger und um die Häuser in den Garten gebracht werden, da es anders nicht in den Garten kam. 
An der Stelle angekommen, testeten wir nochmals die Tragfähigkeit vom Pferd und mein Vater, meine Mutter und Melly schwingten sich auf den Gaul. Kein Problem für den Gaul das Gewicht der drei zu tragen, ehrlich gesagt, habe ich auch nichts Anderes erwartet 😉
Holzpferd selbstgebautDie Überraschung zu ihrem Geburtstag ist gelungen und das Pferdchen war die Sensation beim Kindergeburtstag. Auf das Pferd trauten sich dann mit Liljana noch 4 weitere Kinder und somit saßen gleichzeitig 5 Kinder auf dem Pferd und es war noch Platz 🙂 Sattel, Voltigiergurt, Decken, Halfter, Führstrick, Trense usw wurden direkt am Kindergeburtstag auf Herz und Nieren getestet.
Holzpferd selbstgebaut
Überglücklich erzählte Liljana und auch die anderen Kinder am nächsten Tag vom Pferdchen und so kam die Anfrage für ein Pferdchen für den Kindergarten, aber ich lehnte dankend ab, denn es gibt nur dieses eine Pferdchen und kein weiteres, lediglich ein Fohlen für Finja ist noch als Gedanke vorhanden und wird demnächst vom Rest gebaut.
Da immer wieder die Frage kommt, nein es war kein Bausatz und nein, ich hatte keine Anleitung, sondern alles „frei Schnautze“ gemacht.

 

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