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Schlagwort: Blutzucker

Diabetes Selbststudie – Teil 19

Insulinmast

Insulin ist ein Hormon, welches bei einem gesunden Menschen in der Bauspeicheldrüse produziert wird. Der verlinkte Artikel beschreibt ganz gut die Wirkung des Insulins.
Speziell auch der Hinweis auf die anabolische Wirkung lässt in Verbindung mit meiner Erfahrung auf den bereits geschilderten „Teufelskreis“ schließen.

Auf das Thema Insulinmast brachte mich auch mein Hausarzt. Er berichte mir, dass man dies früher, während seiner aktiven Zeit in der „Inneren“ sehr oft angewendet hat.
Dabei hat man Patienten die durch diverse Krankheiten sehr abgemagert waren, Insulin und Glucose gleichzeitig verabreicht und somit dazu beigetragen das Abmagern umzukehren.

Seit meiner damaligen Diagnose vor 12 Jahren habe ich rund 40 Kilo zugenommen. Dies hat sicherlich nicht nur mit Diabetes zu tun, jedoch trägt nach meiner eigenen Einschätzung und das ineinandergreifen der Dinge, die ich jetzt erst nach und nach verstehe, zu einem guten Anteil von mindestens 90 Prozent bei.

Sicher kann man auch nicht sagen, dass es sich bei mir grundsätzlich um eine Insulinmast handelt, wenngleich die Auswirkungen gleich sind.
Der Körper baut Masse auf (anabolische Wirkung), speziell wird die „überschüssige Energie“ im Fett eingelagert.
Ruft man diese Energie nicht ab, häuft sich immer mehr Fett an. Bei Diabetiker ist das Problem wohl recht häufig, sofern man einen hohen Insulinbedarf hat. Es gilt also den Bedarf an Insulin sinnvoll zu reduzieren. Manche möchten es vielleicht „Low Carb“ nennen, jedoch ist es viel mehr als das. Generell sollte das Essen ausgewogen sein, klingt einfach und leuchtet auch ein, ist aber schwerer als man denkt.
Denn wie bereits geschrieben, soll man als Diabetiker nicht weg von den Kohlehydraten und hin zum Fett oder Eiweiß .
Reduziert man die Kohlehydrate, braucht man automatisch weniger Insulin.
Nimmt das Gewicht des Körpers ab, sinkt auch der Grundbedarf an Insulin (Basal), was sich wiederum positiv auswirkt.

Seit Anfang an hatte ich einen recht hohen Insulinbedarf, der sich jedoch von Jahr zu Jahr steigerte. Auch mein Gewicht zog bei dieser Steigerung mit.
Mein Körper expandierte ungewollt.


Vor ungefähr 6 Jahren habe ich mich in der Woche sehr stark bewegt und war sportlich auch recht aktiv. Das Gewicht wollte jedoch trotz aller Anstrengungen nicht weiter nach unten. Die Muskelmasse nahm zwar zu, aber es stagnierte nach ungefähr einem Jahr. In diesem Jahr kam es jedoch noch zu einem weiteren Problem, das ich am Anfang nicht wirklich zuordnen konnte. Ich konnte auf einmal nicht mehr richtig laufen ohne das ich erhebliche Schmerzen hatte. Auch in der Nacht schmerzte mein Rücken bis tief ins Bein. Es wurde ein Bandscheiben-Vorfall vermutet und ich in die Röhre geschickt. Dort stellte sich jedoch heraus, dass ich keinen Bandscheibenvorfall hatte.
Es handelte sich jedoch um eine (an)gebrochene Hüftpfanne, sowie einer Zyste. Der Orthopäde bei dem ich war, konnte mir die gebrochene Hüftpfanne auch nicht erklären, da diese Fraktur nach einem Unfall auftreten würde und nicht einfach so passiert, außer man hätte Osteoporose, was in meinem Fall glücklicherweise nicht war/ist.
Dies ist jedoch eine ganz andere Geschichte, jedoch musste ich gezwungenermaßen die Bewegung und den Sport einstellen bzw. durch die Schmerzen minimieren.

Seit dem Zeitpunkt ging es dann leider wieder mit der Gewichtszunahme und den anderen Beschwerden weiter.

Ich habe die Hoffnung, die Aussichten dazu stehen sehr gut, dass ich diesen Teufelskreis durchbrechen werde und meinen Insulinbedarf, sowie die Nahrungsaufnahme weiter minimieren werde.
Blutwerte, Ernährung, Vitamine, Spurenelement usw. werden mir, so bin ich mir sicher, sehr dabei helfen.

Ich freue mich auch, dass mein Wunsch nach einem Rudergerät wohl in den kommenden Tagen realisiert wird. Dazu jedoch aber definitiv ein gesonderter Blogeintrag und bestimmt auch in weiteren Teilen.

Diabetes Selbststudie – Teil 15

Blutzuckerwerte in der Nacht und bei Alkohlkonsum

Die Leber ist unter anderem ein Zuckerproduzent.
In der Nacht, bei der unser Körper zur Ruhe kommt bzw. kommen sollte, wird auch die Zuckerproduktion der Leber reduziert. Das kann bei einer stärkeren Reduzierung auch das Dawn-Syndrom zeigen. Hierbei hat man am Morgen sehr hohe Werte und kann sie nicht so recht nachvollziehen. Zumindest wenn man keinen Sensor hat. Der Basalwert ist also im Normalfall gegen 3:00 Uhr in der Nacht meist am geringsten, da der Körper selbst weniger Zucker produziert.

Vorsicht ist jedoch beim Konsum von Alkohol geboten!
Die Leber ist also ein „Arbeitstier“ was ich oben schon etwas beschrieben habe.
So ist es auch nur logisch, dass die Leber mit dem Abbau des Alkohols ordentlich beschäftigt ist.
Trinkt man also Alkohol, wird die Leber in ihrer Funktion als Zuckerproduzent gehindert und man kann leicht in den Unterzucker gelangen.
Bei Typ 2 Diabetikern, so habe ich bereits schon von mehreren Typ2-Diabetiker gehört, trinken gerne mal einen Schnaps „für ihre Werte“.
Das soll jetzt aber keine Empfehlung, noch eine Aufforderung sein!
Es soll nur verdeutlichen, dass die Leber dann anderweitig beschäftigt ist.

Nicht selten „fallen“ Typ1 – Diabetiker dem Notarzt in die Hand, nachdem „unkontrolliert“ über den Durst getrunken wurde.
Man muss als Diabetiker also strengstens auf seine Blutzuckerwerte achten und keinesfalls bei einer geringen Erhöhung mit Insulin „gegensteuern“.
Also Insulin zur Korrektur spritzen, sollte man lassen.

Auch hier gilt, dass es meine Erfahrungswerte sind und ich kein Arzt oder Mediziner bin.

Diabetes Selbststudie – Teil 13

Erste Resultate vom niedrigeren Insulin-/Nahrungsbedarf

Insulinbedarf von knapp 240 Einheiten / Tag, inklusive Korrekturen (vor meinem Selbstversuch)

In den vergangen Teilen habe ich von weniger Hunger gesprochen. Dies zeigt auch meine Insulinpumpe.

Die Korrekturen, die ab und an nötig sind, wenn man sich mit den Mahlzeiten verschätzt hat, oder auch zum Beispiel durch eine aufkommende oder bereits existierende Krankheit (Erkältung usw.) korrigieren muss, verringern sich ebenfalls.

Insulinbedarf von knapp 180 Einheiten / Tag, inklusive Korrekturen (aktuell)

Natürlich ist dies eine recht kleine Zeitspanne, jedoch waren in dieser Zeit schon einige Dinge die sich zugetragen haben.
Jedoch kann man schon eine erhebliche Veränderung sehen. Zum einen die weniger gewordene Nahrungsaufnahme und der Gesamtinsulinbedarf.

Trotz des Fortschrittes und der Minimierung der Menge an Nahrung, spüre ich kein Hunger oder auch Heißhunger. Ich ernähre mich ganz normal wie auch zuvor, jedoch tritt eben das Sättigungsgefühl schon früher ein. Dadurch esse ich weniger, ich denke der zuvor beschriebene Ausgleich hilft.

Bitte macht solche Selbstversuche nur wenn ihr schon einige Jahre Erfahrung gesammelt habt und euch weitgehend sicher seid. Besprecht es am besten mit eurem Diabetologen, am besten einem Diabetologen einer Schwerpunktpraxis!


Diabetes Selbststudie – Teil 6

Schwere Arbeit
Gestern habe ich die letzten Meter Holz mit der Kreissäge geschnitten und aufgesetzt.

Auch bei dieser Arbeit hatte ich in der letzten Zeit sehr zu kämpfen.
Vor noch ein paar Wochen musste ich ziemlich mit mir kämpfen und war am Abend komplett fertig. Zwar war ich gestern auch fertig und müde, aber kein Vergleich als noch zuvor.

Die Anstrengung, durch die Arme und Beine, tat in den vorherigen Wochen richtig weh, das war jedoch gestern nicht der Fall. Natürlich merke ich die Anstrengung und sicherlich kommt es auch zu einem Muskelkater, jedoch war die Anstrengung schon „angenehm“.

Was ich weiter beobachten werde sind die Werte bei diesen Anstrengungen. Bei vergangen Anstrengungen in dieser Form kam es recht schnell zu einer Unterzuckerung, trotz einstellen der Insulinpumpe.
Gestern handelte ich exakt gleich und bin sogar mit einem niedrigeren Blutzucker in die Arbeit gestartet.
Die Basalrate hatte ich wie die anderen Male zuvor auch angepasst, hatte aber keinen so starken Abfall des Blutzuckers und es stabilisierte sich bei rund 80 mg/dl.

Ich bin nach wie vor total begeistert wie sich die Verbesserungen eingestellt haben.

Hier wieder die Empfehlung einer Onlineapotheke mit satten Rabatten, sofern die lokale Apotheke zu oder überfüllt ist: Apotheke
Ebenfalls wieder an dieser Stelle: ich bin kein Arzt und habe keine medizinische Ausbildung, auch bin ich kein Apotheker. Ich bin nur ein Diabetiker der über seine Erfahrungen schreibt.

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